Unter der Glasglocke
Reflektiert.

Ich bin überwältigt von der Resonanz auf meinen vorherigen Text zu Lookism / Ausschlüssen aufgrund von Kleidungscodes und Äußerlichkeiten in herrschaftskritischen / queer-feministischen Zusammenhängen.


Einerseits finde ich es toll wie viel Aufmerksamkeit dieses Thema gerade erhält, andererseits macht es mir ein wenig Sorgen, dass die Richtung, die diese Diskussion nehmen könnte (bis jetzt scheint mir das nicht zu passieren, doch trotzdem habe ich bedenken aufgrund dessen wo mein Text mittlerweile überall verlinkt wurde).


Die Beschreibung meiner Erlebnisse in bestimmten Berliner Zusammenhängen sowie die Verknüpfung dessen mit meinen Erfahrungen in meiner Kindheit und Jugend war zunächst genau dies: Die Schilderung meiner individuellen Erfahrung und meinem Umgang damit.
Schon direkt nachdem ich auf „posten“ geklickt hatte, war mir klar, dass ich einen weiteren Text dazu schreiben würde, der differenzierter und weitgreifender auf die von mir beschriebene Problematik eingehen wird.

Ich bin sehr dankbar für die bisherigen Kommentare und Anregungen, die als Diskussionsbeiträge zu meinen Ausführungen geschrieben wurden, denn wie ich es in den Kommentaren schon kurz geschrieben hatte, möchte ich unbedingt vermeiden, dass meine Kritik an Ausschlüssen, wie sie in herrschaftskritischen Räumen existieren in einem Szene-bashing oder queer-bashing enden. Deswegen [und sowieso] gilt es, zu differenzieren.

Die folgenden Überlegungen versuchen, die bisherige Diskussion zusammenzufassen und einen Schritt weiterzudenken, als ich es in meinem Erfahrungsbericht getan habe.

Lantzschi hat das in ihrem Kommentar auf den Punkt gebracht:

“Ich finde auch, dass mensch in der Analyse von Mainstreamgesellschaft und diesen Räumen differenzieren muss, sonst ist mensch schnell bei dem Dogma: “Siehste, die sind genauso scheiße wie alle anderen” und dann ist der Weg frei für Sanktionierung dieser Kontexte, die sowieso kaum diskursives Gegengewicht haben”

Und da sind wir dann gleich bei der historischen Kontextualisierung.
Androgynes oder männlich konnotiertes Auftreten und Kleiden bei als Frauen* gelesenen Personen musste hart erkämpft werden.


Und auch wenn heute in Dland kaum mehr jemensch dafür verhaftet werden wird, Butch zu sein, sind die Sanktionen immer noch vielfältig. Gewalt, Schimpfworte wie „Kampflesbe“ oder ein ständiges Infragestellen oder Falsch lesen der Geschlechtsidentität sind genauso an der Tagesordnung wie das sanktionieren von „zu weiblichem“ Auftreten von als männlich gelesenen Personen. Von Trans*phoben Äußerungen und Verhalten mal ganz abgesehen.


Es sind nicht alle gleich. Es werden nicht alle gleich behandelt. Don’t forget the Machtverhältnisse!


Deswegen sind (Schutz)Räume so wichtig. Deswegen ist es wichtig, dass es geschlossene Räume gibt und es ist wichtig, dass es Subkultur gibt, die sich dem „Mainstream“ verschließt. Auch durch scheinbar oberflächliche Codes wie Kleidung, Frisur, Auftreten, Sprache. Denn das alles kann auch Schutz sein vor unerwünschten Eingriffen von Außen.

Hier passt jetzt der Kommentar von Laufmoos:

„Die Femininität, die in der Mehrheitsgesellschaft abgewertet wird, indem sie vermeintliche auf diesen „schönen“ Sockel gehoben wird und als Objekt für den männlichen Blick dient (klassisch und platt jetzt hier), wird in der Subkultur dann eben als das patriarchale Überbleibsel identifiziert.“

Und daraus folgt dass „Butches und andere queere Maskulinitäten“ als transgressiv gelten, also sich der Norm der Mehrheitsgesellschaft widersetzen, während feminine Genderperformances scheinbar an einem „ursprünglichen, natürlichen Ort“ verbleiben. „Dabei wird ja übersehen, dass auch feminine Gender sich selbst produzieren.“
Sie sind aber nicht so leicht als Norm-widerständig lesbar und werden somit schnell übersehen oder als nicht-widerständig gelesen und damit erstmal mit Misstrauen beäugt.

Das ist ein Punkt an dem ich noch sehr knabbere und an dem eine Zwickmühle deutlich wird.
Ich kann ein solches Misstrauen irgendwie nachvollziehen. Erstmal.
Gruppen, egal wie groß, klein, in welchem Kontext auch immer, bilden (Kleidungs-)Codes um sich zu unterscheiden und abzugrenzen. Das ist erstmal vollkommen legitim und wie schon erwähnt auch wichtig.

Trotzdem muss eine Kritik an den daraus entstehenden Ausschlüssen möglich sein. Trotzdem sind diese nicht hinzunehmen und müssen thematisiert werden. Es ist deswegen wichtig, Kritik differenziert und unter Anerkennung von emanzipatorischen Kämpfen und historischen Kontexten / Entwicklungen zu formulieren und so in einen konstruktiven, solidarischen Dialog zu treten.

Dabei gilt es ebenfalls zwischen den verschiedenen Kämpfen zu unterscheiden und solidarisch gemeinsam an diesem Problem zu arbeiten.

Lantzschi schrieb:

 „ Ich möchte nicht auf die Vorstöße der Femme Mafia, feminine Queers, Trans*frauen und queer Femmes drauf springen, das wäre mir zu viel Aneignung, ich verstehe das nicht so ganz als meinen eigenen Kampf, auch wenn ich mit den Leuten solidarisch bin.

Hier bin ich mir nicht ganz sicher. Ich möchte mir keine Positionen aneignen, bin mir meiner eigenen auch (noch) viel zu wenig bewusst. Doch fühle ich mich dem was Laura Lipstick und andere schreiben näher als nur solidarisch.
Zudem addressiert Laura mit ihrem Zine und ihrem Blog ausdrücklich…


Dieses Projekt ist aus der Sicht von femininen trans* und queeren Leuten und es soll dabei um Sexismus gegen die verschiedensten Ausdrucksformen von Femininität gehen. Wir freuen uns über Beiträge von allen selbst-definierten Weiblichkeiten, seien es Femmes, Trans*Frauen, Genderqueers und queere Cisfrauen und -männer mit einem femininem Genderausdruck, egal ob ihr den jeden Tag lebt oder nur zeitweise.

…und spricht damit nicht nur queere femmes, sondern eben alle mit einem femininen Gender an, die in Szenekontexten Sexismus aufgrund ihrer Genderperformance erleben.

Ich glaube dass es möglich (und auch nötig?) ist, sich den Berliner Femme-Aktivist_innen anzuschließen, ohne sich deren Positionen und Kämpfe anzueignen. (Aber wahrscheinlich meinte Lantzschi dies damit?)

Ich fände es sehr spannend, mal eine Veranstaltung / Diskussionsrunde / Lesung / whatever zum Thema anzustoßen und zu schauen, was daraus entsteht.

Das Problem mit den Äußerlichkeiten - Vom Mobbing in der Schule zu Femininitäts”feindlichkeit” in linken/queeren/feministischen Zusammenhängen

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich fast ausschließlich Kleider, Röcke oder lange Pullover mit Leggins oder Strumpfhosen darunter getragen.
Hosen waren eher Ausnahme und ich habe mich eine längere Zeit nicht besonders wohl darin gefühlt.

Meine Schulzeit (auch bereits in der Grundschule) war sehr lange von Mobbing geprägt. In der zweiten bis vierten Klasse war ich meist die mit den Second-Hand Klamotten, den selbst genähten Röcken und selbst genähten Karnevalskostümen.
Ich hatte meinen eigenen Kopf, meine Mutter kaufte mir zwar bestimmte Kleidungsstücke nicht. Aus Gründen. Sie schrieb mir aber ebenfalls niemals vor, was ich anziehen sollte oder nicht.
Das führte dann eben meist dazu, dass ich in kunterbunt zusammengewürfelten Kleidungskombinationen in die Schule ging.
Im Winter trug ich Sommerkleider und im Sommer dicke Winterstrumpfhosen. Eben das, was mir gerade gut gefiel.
Ab der 3. Klasse war es damit vorbei. Jedenfalls erinnere ich mich daran, dass meine Mitschüler_innen mich für meine Kleidungsauswahl sanktionierten. Mit Sprüchen, Lachen, Anweisungen mich doch mal anders („ordentlich“) anzuziehen.

Auf dem Gymnasium ging es weiter. Ich hatte irgendwie ziemlich wenig Talent, mich modisch angemessen zu kleiden.
Ich habe es immer öfter versucht, denn die Sanktionen wurden schlimmer. Ein oder zwei Personen (unterstützt von einigen anderen) schafften es, die gesamte Klasse gegen mich (und Andere) aufzubringen. Die Sprüche wurden zu Beleidigungen und die Beleidigungen wurden immer schlimmer.
Also habe ich versucht mich anzupassen. Was mir irgendwann mehr oder weniger gelang. Ich habe mich mit den Personen, die mich vorher ausschlossen und mobbten zusammengetan, mich ihnen angepasst und so mehr oder weniger die Schule bis zur 10. Klasse überlebt. Das war nicht leicht zu bewältigen.
In der Oberstufe (nachdem ich einen Jahrgang wiederholt habe und endlich Menschen kennenlernen durfte die mir zeigten, dass Schule nicht nur so sein muss wie ich es bisher kannte) gehörte ich, Kleidungstechnisch gesehen, wohl schon eher zu denen, die in irgendeine Idee von Mode/Stil passten.
Das ist dann (mit einigen Veränderungen, Phasen und Entwicklungen) ziemlich lange so geblieben.
Mit dem Studium und damit dem Umzug weit weg von Zuhause und vollkommen neuen Leuten, habe ich mich sehr wohl gefühlt. Mittlerweile fühlte ich mich mit meinem Äußeren recht wohl, ich hatte mir eine gewisse scheiss-egal-Haltung was die Blicke anderer Menschen angeht angewöhnt und war begeistert, etwas für mich wirklich neues kennenzulernen:
In meinem Studiengang sammelten sich endlich Menschen auf einem Haufen, die äußerlich sehr, sehr verschieden waren und sich trotzdem gut verstanden.

Das klingt vielleicht absurd, aber in meinem vorherigen Leben waren Freundschaftsgruppen meist auch äußerlich zu erkennen. Wer ganz herausfiel wurde ignoriert oder gemobbt. Freund_innen sahen sich immer irgendwie ähnlich. Wer sich erdreistete mit denen zu interagieren die „nicht passten“, wurde ebenfalls gemieden (ich spreche da aus Erfahrung).
Und später, als das Mobbing ein Ende hatte, war mein Freundeskreis äußerlich doch recht uniform anzusehen.


Mit meinem Studium änderte sich das also erstmals. Und ich war begeistert. Ich habe dadurch sehr viel Selbstbewusstsein gewinnen können und traute mich wieder, wie ich es schon in der Grundschule getan hatte, einfach gar keine Hosen mehr zu tragen, weil ich sie nunmal einfach nicht mochte.
Als ich also vor knapp zweieinhalb Jahren nach Berlin kam, war ich also ziemlich zufrieden mit meiner Kleidung.
Ich hatte endlich das Gefühl, mein Äußeres selbst zu bestimmen und mich in meiner Haut wohlzufühlen.


Bis zu dem Zeitpunkt, als ich versuchte, in der (linken) queer-/feministischen Szene (wie auch immer sich diese nun genau zusammensetzt) Berlins Fuß zu fassen. Es war für mich noch nie besonders leicht, mich in vollkommen fremde Räume zu begeben. Ich fühle mich nicht wohl in fremden, großen Gruppen und benötige sehr viel Überwindung mich in diese Räume zu bewegen.
Trotzdem habe ich das relativ schnell versucht. Ich bin alleine oder mit Freund_innen zu Veranstaltungen gegangen, zu Lesungen, Vorträgen, Konzerten usw.
Niemals bin ich auch nur mit einer einzigen Person ins Gespräch gekommen. Wenn ich selbst die Initiative ergriffen habe, mich überwunden und zB. eine Frage an jm gestellt habe, wurde ich nicht wirklich beachtet, mir wurde kurz und abweisend geantwortet. Kennengelernt habe ich niemanden. Ich habe mich auf diesen Veranstaltungen, auf denen ich mittlerweile zuhause bin, extrem unwohl gefühlt. Unsichtbar oder unerwünscht.


Ich dachte zunächst, einfach zu langweilig zu sein, zu unsympathisch, zu wenig bewandert in was-weiß-ich-denn-alles.


Nachdem ich über all dies relativ frustriert und traurig war und mich schon halb damit abgefunden hatte eben in die Gruppen und Räume, die mir inhaltlich so nah schienen und praktisch so abweisend, einfach nicht reinzupassen, stieß ich auf ein paar Äußerungen im Netz, die zu meinen Erfahrungen passten.
Ich begann, mich hin und wieder mit Texten zu Femininitätsfeindlichkeit in queeren und linken Szenen. Speziell auch in Berlin. Zusammenhängen zu beschäftigen und stellte fest: Mein Problem war nicht ich oder meine Kleidung.


Folgende Entwicklungen habe ich erst vor kurzem erkannt und kann sie nun schon teil-reflektiert hier wiedergeben:


Während ich mich gleichzeitig mit diesem Phänomen beschäftigt habe, mit Freund_innen darüber gesprochen habe, Texte gelesen und darüber nachgedacht habe, beobachtet und überlegt habe, welche Dynamiken hier im Gange sind, habe ich gleichzeitig meinen Kleidungsstil geändert. Unbewusst. Ich habe aufgehört Röcke und Kleider und Strumpfhosen zu tragen.
Nach und nach tauschte ich diese wieder gegen die vorher so ungeliebten Hosen aus. Die Haare sind jetzt auch wieder kurz, nachdem sie zwischendurch mal ziemlich lang waren.
Plötzlich (wirklich plötzlich!) fand ich Anschluss in all den mir vorher scheinbar unergründlich verschlossenen Räumen.
Ich glaube, dass das zwei Gründe hat: Erstens wurde ich anscheinend für viele Personen sichtbar, optisch besser einzuordnen, nicht mehr hetero gelesen wenn ich ohne Freundin unterwegs war („weißt du eigentlich auf welcher Party du dich befindest?“). Gleichzeitig wurde ich selbstbewusster, fühlte mich passender, nicht wie ein_e bunte Vogel_in in einem recht einheitlichen Haufen. Also bin ich selbstverständlicher in Räume gegangen, habe mich wohler gefühlt, mich freier bewegt. Gespräche waren nicht mehr abweisend, sondern sogar sehr freundlich und interessiert.
Mittlerweile gehe ich überall dort, wo ich mich vorher unerwünscht und unsichtbar gefühlt habe, ein und aus, habe einige Freund_innen gefunden, viele Kontakte. Ich könnte wenn ich wollte, jeden Tag alleine ausgehen und würde nicht alleine bleiben.


Seit ein paar Wochen scheint mir das Thema Kleidung und Szene und damit verbundene Ausschlüsse mehr und mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Gespräche darüber nehmen zu und begegnen mir häufiger. Plötzlich wurde mir meine äußerliche Veränderung des letzten Jahres sehr bewusst. Innerhalb weniger Monate hatte ich meine Ankleidungsgewohnheiten vollständig verändert.
 Also habe ich mir vor ein paar Tagen nochmal ein Kleid angezogen. Eines, das mir noch vor 2 Jahren immer sehr viel Selbstbewusstsein und ein gutes Gefühl gegeben hatte. Ich schaute mich im Spiegel an und fühlte ich vollkommen verkleidet und mein Spiegelbild war mir fremd.
Es ist ja auch nicht so, als fühle ich mich durch meine äußerliche Veränderung unwohl. Doch ich frage mich momentan, ob das nicht auch damit zusammenhängt, dass ich eben durch diese Veränderungen eine stärkere Akzeptanz von den Menschen spüre, denen ich mich inhaltlich nahe fühle und nicht, weil mir auf einmal andere Klamotten gut gefallen.
Ich dachte lange Zeit, ich hätte diesen Anpassungszwang an mein Umfeld mit dem Verlassen der Schule hinter mich gebracht.
Und kann ich nicht von Menschen, die sich in als queer / feministisch / links proklamierten Räumen bewegen erwarten, sich mit Ausschlüssen aufgrund von Äußerlichkeiten auseinanderzusetzen und diese zu reflektieren?
Es muss hier wohl noch viel passieren. Und es müssen Strategien gefunden werden, das Bewusstsein für diese Ausschlüsse und Dynamiken zu erweitern und einen Umgang damit zu finden. 

Mein Vorsatz ist es jetzt, dem nachzuspüren und herauszufinden, was ich eigentlich wirklich will. In welcher Kleidung, in welchen Äußeren ich mich wohlfühlen möchte und wie ich das umsetzen kann.
Denn ich möchte, endlich, mit fast 26 mein Äußeres so bestimmen, wie ich das möchte. Und ich will nicht dass von meiner Kleidung auf meine politische Einstellung, meine Zugehörigkeit zu einer Gruppe, auf mein Begehren oder mein Gender geschlossen wird.

Durch eine erhöhte Aufmerksamkeit, die nicht nur von Außen, sondern verstärkt aus „der Szene selbst“ kommt, erhöht sich vielleicht ja auch das Bewusstsein und das Problembewusstsein dazu. Vielleicht erreichen Zines wie das von Laura Lipstick Fragen wie die von Lisa, Erfahrungen wie die von Jane  und andere, wichtige Beiträge dazu weitere Menschen, die sich vielleicht gerade nicht zu Veranstaltungen, Plena und Partys trauen, weil sie sich aufgrund ihres Äußeren nicht gesehen, nicht akzeptiert und nicht eingeladen fühlen.

Falls Ihr weitere Texte, Beiträge, Überlegungen aller Art hierzu kennt, freue ich mich wenn ihr die Kommentarfunktion benutzt :)

FIGHT LOOKISM!

[Flash 9 is required to listen to audio.]
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Aus gegebenem Anlass entstaube ich dann doch mein Blog wieder und präsentiere:

Juhu! Einen Podcast!    [Dank Tumblr hier links oben im Bild^^]

Knappe zwei Stunden krebsen und wurtscheln Lantzschi und ich uns durch das Thema Hetero(s) und Solidarität.

Weil sie das sowieso schöner formulieren kann als ich, klaue ich prompt ihren Ankündigungstext und bin schon gespannt darauf wie es weitergeht.

Zwischen Penisgesängen und Queer-Theorie reden wir über Heteros in feministischen Kontexten, Männer, Solidaritätsgedanken und heterosexuelle Selbstinszenierung. Darüber hinaus geht es noch um ein paar Definitionen, eigene Erfahrungen mit Hetero(sexismus), geschützte Räume und das leidige Thema Privilegien.

Wir haben versucht, auf akademische Sprache weitestgehend zu verzichten, unklare Begriffe zu bärklären und trotzdem nicht in die Falle des gewaltvollen Alltagsslangs zu tappen. Für kritische Hinweise sind wir trotzdem dankbar.

Lantzschi und ich wollen die Podcast-Reihe über Heterosexualität in unregelmäßigen Abständen fortführen. Das Themenspektrum ist vielfältig, also her mit euren Ideen/offenen Fragen und ran an die dominanten Kategorien!”

Und täglich grüßt das sexistische Arschloch

Und weil ich es mir nicht gefallen lassen möchte. Und weil ich mich nicht machtlos fühlen möchte.

Deswegen hier die Veröffentlichung eines Kommentars, welcher die Antwort war auf meine Gegenwehr, dass mich ein Fremder “Schätzchen” nennt und sagt, das “Weibsvolk” habe von Technik ja keine Ahnung.

Ist mir egal. Tut gut es zu posten, also wirds gepostet.

mann, was bist du nur für eine? frauenrechtlerin? frustrierte sitzengelassene? wenn du solche statements hier ablässt, brauchst du dich doch nicht zu wundern wenn solche kommentare zurückkommen. “abwertung und lächerlichkeit” wenn ich das lese, muß ich laut lachen…du wirfst es mir vor und handelst ebenso, denn genau dassagt dein kommentar über DICH aus. was glaubst DU denn wer du bist? die von oben auf uns jämmerliche kreaturen herabschauende allwissende macht, deren worte wir froh sein dürfen zu vernehmen? danke, o weib, dass du dich darniederläßt mit uns zu kommunizieren…..so kommst du hier rüber.

sieh dir den clip doch einfach mal so an wie er ist: nämlich einfach nur schreiend komisch…und die kommentare wären nicht viel anders wenns ein kerl gewesen wär.
und über vieles kann man sich auch besser amüsieren wenn man sich nicht ganz soo wichtig und ernst nimmt.
also ich würd vorschlagen:
rubbel dir mal einen und entspann dich..
(machen männer übrigens auch öfter mal, hilft wirklich  ;-)
in diesem sinne
ralf k.”

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